Jazzlog #5 2014

Mai 30, 2014 § Hinterlasse einen Kommentar

KAHIBA nennt sich die Zusammenarbeit von Heinrich von Kalnein, Gregor Hilbe und Christian Bakanic. The Sixth Sense bewegt sich zwischen Jazz und Neuer Musik. Anspruchsvolle Klangwelten, zu deren Erzeugung KAHIBA auch auf Electronics zurückgreifen.

Brian Eno trifft auf Underworld-Mastermind Karl Hyde.Someday World heißt das Werk, das sehr rhythmusorientiert sein soll. Das ist ja mal schön, dass sich Eno auf seine alten Tage von der Ambient-Langeweile verabschiedet. Ich konnte bisher nur einen Titel hören.

Aber My Life With the Thrill Kill Kult schlagen sich besser. Sie scheinen mit Spooky Tricks tatsächlich ein neues Studioalbum herausgebracht zu haben. Bei TKK weiß man das nicht so genau, weil es oft Remixe unter anderem Songtitel gibt. Aber mir sind alle Songs auf dem Album unbekannt. Nach mehr als 25 Jahren Bandgeschichte, klingen TKK immer noch frisch. TKK brachten den Groove in die Industrial-Music. Das neue Album ist sicher nicht ihr bestes, aber es ist wert, angehört zu werden.

Auch De La Soul gibt es tatsächlich noch. Mit Smell the Da.I.S.Y verbeugen sie sich vor dem verstorbenen Dilla.

Peter Hammill hat ein Album mit Gary Lucas aufgenommen. Es heißt Other World. Es ist aber trotzdem typisch Hammill. Hochinteressante Musik, aber total verkopft. All head, no body.

Percussionist Adriano Adewale hat mit seiner Group ein perkussives Album geschaffen, bei dem sich die Schlaginstrumente nicht in den Vordergrund drängen. Die Flöten und Saxofone auf Raizes schweben über den Rhythmen, aber die Musik ist weit davon entfernt Smooth Jazz zu sein. Schön!

Auch Hans Lüdemann hat mit seinem Trio Ivoire ein stark rhythmusorientiertes Album erschaffen. Es heißt Timbuktu. Allerdings ist die Atmosphäre hier total anders als bei Adewale. Beethoveneske Notengebirge hängen dräuend über den komplexen afrikanischen Rhythmen. Aly Keita, brilliert am Balafon. Hochinteressant!

Die Plastik-Soul-Pop Spezialisten Smoove + Turrell kollaborieren zum dritten Mal auf dem neuen Album Broken Toys. Ich weiß nicht. Klingt ein bißchen künstlich dieses Mal. Smoove + Turrell stehen ja in der Electronic-Soul Tradition (Yazoo, Heaven 17), aber hier fehlen die guten Songs.

HR Giger ist gestorben. Der war zwar kein Musiker, aber unzählige und wichtige Plattencover stammen aus seiner Werkstatt.

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