Jazzlog #4 2014

April 30, 2014 § Hinterlasse einen Kommentar

Der schottische Gitarrist Jim Mullen hat sich mit den Incognito-Musikern zusammengetan unter dem Namen Citrus Sun. Dabei herausgekommen ist exquisiter, aber auf Dauer doch zu relaxter Smooth-Jazz. People of Tomorrow heißt das Album.

Kneebody’s album The Line ist nicht ganz neu. Es ist von letztem Herbst. Kneebody sind auch keine Avantgarde-Band, aber doch deutlich aggressiver als Citrus Sun. The Line macht Spaß. Kneebody sollte man im Auge behalten.

Das Album Transformation von Peter Madsen’s CIA Trio beginnt grandios. Warme, wohlige Improvisationen auf Basis der Jazztradition, aber nicht altbacken. Im Laufe der Tracks versandet es allerdings und versinkt in Langeweile.

Christine Jensen hat ein Werk für großes Orchester veröffentlicht. Es heißt Habitat und die Musiker firmieren unter Christine Jensen Jazz Orchestra. Ihre Schwester Ingrid hilft auch auf einigen Tracks aus.

The Bad Plus haben sich Großes vorgenommen. Mit The Rite of Spring wandeln sie auf den Spuren von Stravinsky. Das ist durchaus gelungen und es groovt auch noch.

Dieter Meier, Schweizer Künstler und ehemaliger Yello-Sänger (falls man von singen in seinem Fall sprechen kann) hat ein Soloalbum vorgelegt. Es heißt Out of Chaos. Sind wir denn dem Chaos wirklich schon entkommen?

Lustig klingt die neue Produktion des Souljazz Orchestra. Inner Fire heißt das Album und es hat das Flavour eines Franco Nero Soundtracks. Fake-Jazz, Fake-Soul, Fake-Reggae. Ist denn nicht die ganze Welt ein Fake? Fehlt nur noch der passende Film dazu. Die plädiere für so was wie „Die nackten Priesterinnen des Sonnentempels“. Mit Daniela Katzenberger als rebellische Sklavin.

Soul-Sängerin Kelis hat sich mit Food zurückgemeldet. Musikalisch durchaus abwechslungsreich und interessant, aber leider ist Kelis keine Lalah Hathaway. Die Stimme klingt für eine Soulsängerin doch ziemlich dünn, als Pop geht das aber durch.

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