Und immer noch kein Food-Synthesizer

Dezember 4, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Voyager 1 wird bald unser Sonnensystem endgültig verlassen (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Voyager-1-erreicht-bald-den-interstellaren-Raum-1761638.html) und noch immer gibt es keinen Food-Synthesizer. War das in Silent Running/Lautlos im Weltraum? Ich weiß es nicht mehr genau, aber der mikrowellenartige Ofen, der auf Knopfdruck beliebige Gerichte zubereiten konnte, hat mich fasziniert. Damals. Aber damals dachte ich auch, dass wir 2012 längst eine Weltraumkolonie hätten. Stattdessen beschützen wir die Steinzeitmenschen in Afghanistan vor sich selbst. Doch das ist ein anderes Thema. Zurück zum Essen.

Die Mikrowelle hat die Zubereitungszeit von Speisen verkürzt. Sie ist sehr gut geeignet für Vegetarier und Fischesser. Für den Otto Normalfleischesser reicht es dann meist nur noch zum Auftauen und Erwärmen, denn Fleisch lässt sich nicht wirklich gut in der Mikrowelle garen. Rindfleisch und Lamm geht schon mal gar nicht. Panierte Sachen funktionieren auch nicht. Und für Aufläufe und Kuchen braucht man einen Backofen.

Klar, könnte man nun tiefgefrorene Fertiggerichte horten, aber die brauchen Platz im Tiefkühlschrank. Gerade Singleaushalte, die vielleicht öfters zu Fertigfutter greifen würden, haben oft nur ein Tiefkühlfach. Außerdem schmecken die Tiefkühlgerichte nicht und sind auch nicht gesund. Auf der anderen Seite zeigen Produkte wie Slimfast, dass man Gerichte herstellen könnte, die alles Lebenswichtige enthalten. Warum reicht es dann nicht zum Food-Synthesizer.

Der Food-Synthesizer könnte die gesunde Grundsubstanz für alle Gerichte mit Lebensmittelfarben und Aromen mischen und so hunderte von verschiedenen Gerichten zaubern. Bei den Farben wissen wir, dass wir aus Rot, Grün und Blau alle Farben herstellen können. Grundaromen zu bestimmen, aus denen man alle Arten von Geschmacksausprägungen mischen kann, dürften schwieriger sein. Aber ich bin kein Lebensmittelchemiker und kenne mich da nicht aus.

Slow-Food-Fanatiker werden spätestens jetzt auf die Barrikaden gehen. Was wir sollen nur noch künstlichen, gefärbten Brei essen? Na, wenn er schmeckt. Warum nicht? Und man kann ja auch noch eine Mikrowelle neben den Food-Synthesizer stellen, wenn’s mal zu langweilig wird. Gesünder wäre es sicher. Aber der Deutsche neigt ja dazu, alles was nicht „bio“ ist, als gefährlich abzulehnen. Dabei ist für den Menschen nichts gefährlicher als die unregulierte Natur. Was für die Ökonomie und unser Staatswesen gilt, gilt auch für unsere Nahrungsproduktion. Alles regelt sich von selbst, allerdings oft nicht im Sinne des Menschen.

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