Tu Honig bei die Computer

Januar 30, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Jetzt habe ich mir endlich auch ein Android-Tablet gekauft. Honeycomb. Android 3.1 Macht Spaß und natürlich ist es viel, viel besser als Windows, oder? Manche Dinge sind gewöhnungsbedürftig, wenn man bisher nur mit Windows- und Linux-Rechner gearbeitet hat. Mit iOS kann ich es nicht vergleichen, da ich noch nie ein Apple-Gerät in meinen Händen gehalten habe.

Fast alle Android-Apps nutzen den gesamten Bildschirm. Fenster kann man nicht verkleinern oder verschieben. Somit entsteht für den unbedarften Benutzer der Eindruck, es würde nur diese eine Anwendung laufen. Das ist natürlich nicht so. Android ist multitaskingfähig. In der Tat wird der Windows/Linux-affine Benutzer sofort einen Button zum Beenden vermissen. Manche halten den mittleren der drei Buttons, die sich standardmäßig am linken unteren Ende des Bildschirms befinden, für einen Knopf zum Verlassen der Anwendung. Auch das ist falsch. Der Home-Button führt den Anwender auf den Desktop zurück, die Anwendung läuft im Hintergrund weiter. Will man eine Anwendung tatsächlich stoppen, so geht das nur über „Force Stop“ in den Settings.

Auch der linke Button kann manchen Anwender verwirren. Der „Back-Button“ führt immer zum letzten angezeigten Screen zurück, und das anwendungsübergreifend. Drückt man den Zurück-Knopf auf dem ersten Screen einer App verlässt man die App. Nein, die App wird dadurch nicht beendet. Sie läuft natürlich weiter. Nur eben im Hintergrund. Zu einer im Hintergrund laufenden Anwendung kann man über den rechten der drei Knöpfe wechseln. Wird dieser gedrückt, blendet Android eine vertikale Leiste mit allen laufenden Apps ein.

Der Touchscreen funktioniert normalerweise ohne Probleme. Ein Fingerdruck in ein Eingabefeld öffnet die Software-Tastatur, die sich sehr gut im Ein-Finger-Modus bedienen lässt. Längere Texte im Zehn-Finger-Modus kann man damit natürlich nicht schreiben. Die Tastatur nimmt die Hälfte des Bildschirms ein. Hat man sie versehentlich geöffnet, so reicht es die obere Hälfte des Bildschirms (außerhalb eines Eingabefeldes) anzutippen und schon geht sie zu. Das sie am Zeilenanfang bei mehrzeiligen Eingaben automatisch auf Großbuchstaben umschaltet ist sehr nützlich. Noch besser ist allerdings, dass sie nach dem ersten eingegebenen Buchstaben automatisch wieder auf Kleinbuchstaben schaltet.

Die Qualität der Apps ist natürlich unterschiedlich und nicht von Google zu verantworten. Manche sind kaum dem Betastadium entwachsen und stürzen schon mal ab, obwohl sie unbenutzt im Hintergrund laufen. Grundsätzlich ist zu bemerken, dass die Ausgereiftheit der Anwendungen nicht mit dem aktuellen Windows- oder Linux-Standard für Applikationen zu vergleichen ist. Das manche Apps eine chaotische Bedienungsführung haben, ist allerdings nichts Neues. Hierin unterscheiden sie sich nicht von gängigen Desktop-Anwendungen.

Im Internet browsen kann man mit dem Android-Tablet sehr gut, allerdings mit Einschränkungen. Während die Android-Apps alle prima mit der Eingabe per Touchscreen zurechtkommen, ist nicht jede Webseite für eine solche Eingabemethode geeignet. Bei manchen Seiten liegen die Links zu nahe untereinander und der Anwender kann sich dann abmühen, mit seinem Zeigefinger den gewünschten Link zu treffen. Zwar kann man bei den meisten Webseiten zoomen aber der Zoomfaktor ist mit der nächsten geladenen Seite wieder weg und man muss erneut vergrößern. Darüber hinaus gibt es immer noch Webseiten, die nicht auf die Zoomversuche reagieren.

Ein größeres Problem habe ich allerdings mit der Bildschirmsperre. Ich habe ein Passwort vergeben und wie von Desktop-Betriebssystemen bekannt, muss man wenn man das Gerät einschaltet oder wenn man es aus dem Sleep-Modus holen will, das Passwort eingeben. Im ersten Fall habe ich nur das Problem, dass das Betriebssystem etwas orientierungslos zu sein scheint. Kaum erscheint das Eingabefeld für das Passwort – und ich fahre schon meinen Zeigefinger aus – so wechselt die Anzeige von der horizontalen in die vertikale Darstellung, obwohl die Ausrichtung korrekt war. Drehe ich das Gerät, um meine Eingabe zu tätigen, wechselt die Anzeige zurück. Aber vielleicht ist das ja eine mitgeliefertes Game und ich sollte das nicht so verbissen sehen. Nach dem zweiten Drehen des Geräts stimmt dann die Ausrichtung auch schon. Ärgerlicher ist das Problem den Computer aus seinem Sleep-Zustand aufzuwecken. Vielleicht bin ich ja zu ungeduldig, aber zuletzt habe ich mehrfach auf das Eingabefeld getippt und keine Tastatur erschien. Ich habe dann das Gerät abgeschaltet und neu gestartet, um mich wieder anmelden zu können.

Hardware:  Toshiba AT-100-100

Betriebssystem: Android 3.1 (Honeycomb)

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